010212

Schlaf in den Augen. Klebrige Müdigkeit mit feuchtwarmer Angst. Geschlossene Lider solange es geht. Tapsende Schritte auf morgenkaltem Boden, tastende Handflächen auf hauskalter Wand. Nackte Sohlen wechseln von billigem Laminat auf eisige Fliesen. Hinter der Tür raschelt das nachtschlafene Handtuch. Eine Hand wischt fahrig die Socken von gestern hinab. Seelenlos fallen sie von der Heizung, lautlos auf den kalten Stein. Erst unter der Dusche irgendwann ein geöffnetes Augenpaar, der Blick auf die Welt: heißdampfvernebelt und klinkersteinig verschleiert.

Langweilig monotones Alltagstun an sieben Morgen in der Woche. Ein Gewohnheitstier beinahe lasziv geräkelt im Mundwinkel liegend, das Heute zu Jetzt und Gleich macht.

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