200412

Auf der Suche nach dem Gespräch zwischen den Zeilen. Versteckte Worte in Satzhülsen, zusammengeklaubt aus altem Staub, der trocken auf der Zunge wucherte und mehr rausfällt, als dass es fließt. Satzzeichen verkommen zu Nebengebilden, das eine fließt in das andere, fügt sich zusammen zu dem großen Ganzen, ohne dabei gewichtig zu wirken.

Ich will mich verlieren in dir. Will deine Worte sammeln, in einer kleinen Kiste, die ich mir unter das Bett stelle. Nachts werden die Fragmente lebendig, klettern das Gestell empor und ruhen unter meinem Kissen, fließen in meinen Traum und erinnern mich an dich. Immer nur an dich.

Aber wenn ich aufwache, sind sie verbraucht. Lösen sich auf in meinen Haaren, wie zaghaft geatmete Luft, in Lungen verbraucht und wieder ausgestoßen, sie verblassen und hinterlassen eine kleine Kuhle. Ganz unscheinbar und wie nie dagewesen, erst dann zurückkehrend, wenn dein Mund wieder anknüpft, wo er verstummte und weckt, was schlief.

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