301012

Manchmal täuscht man sich in Menschen. So sehr, dass man auf einmal in einen Abgrund schaut, der tiefer hinunter geht, als alle eigenen Stolperfallen. Und ich wünschte, ich könnte behaupten, mein Gedanke sei gewesen „Gib mir die Hand, dann fällst du nicht runter.“, aber das war er nicht.

Ich dachte „Heilige Scheiße, du bist so sehr im Arsch, dass ich im Vergleich das blühende Leben bin.“ und suchte schneller das Weite als vor 15 Jahren, als ich mit einer Freundin auf dem Heimweg war und ein großer, kläffender Hund auf uns zu rannte, der weder nur spielen wollte, noch viel mehr Angst vor uns als wir vor ihm hatte. Nachdem ich mit einem wundervollen Sprung über einen Holzzaun gehechtet und in Sicherheit war, konnte ich übrigens auch zugeben, dass der große, kläffende Hund vielleicht eher ein kleiner, kläffender Hund war. Trotzdem war es das erste und einzige Mal, dass ich elegant über einen Zaun hinweg sprang. Ist mir nie wieder gelungen. Hab es allerdings auch nie wieder versucht.

Aber vermutlich schweife ich nur ab, weil ich nicht sagen will, dass ich einen Menschen kennenlernte, der nicht mein Helfersyndrom sondern meinen Fluchtinstinkt weckte. Das ist gemein. Das tut mir Leid. Aber manchmal ist selbst mir was zu irre.

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