161112

Ich träumte eine wirre Mischung aus potenziellen Wahrheitsbildern und verzerrten Ängsten. Ich träumte, dass ich träume, bis ich wach wurde vor Unsicherheit. Der Boden des Zimmers wellt sich nach oben. Beulen im Laminat, wie Buckel unter Stoff. Trockene Nassflecken in Holzoptik. Der Ball springt unstet hoch, rollt zur Tür, verschwindet. Sein Geräusch bleibt. Hohles Knallen, dumpfes Schlagen.

Die Frau hält eine Katze. Wenn ich das Haus verlasse, wird sie sterben, also bleibe ich. Die Frau bleibt auch und der Untermieter, der oben wohnt. Er ist zu groß. Sein Anzug hängt an seinen Knochen wie Kleider an der Stange. Er hat auch eine Katze. Er hatte eine, bis er das Haus verließ. Danach hatte die Frau eine und der Untermieter war alleine.

Der Ball macht noch immer Geräusche auf dem Nasswellenboden. Auch dann noch, als die Katze längst der Frau gehört. Als ich aufwache, sind Katzen und Untermieter fort. Die diffuse Angst vor der Frau bleibt länger, ehe sie geht.

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