011212

Schwarze Pferde tanzen im Nebel. Schatten so greifbar, dass man sie spürt. Blasse Menschen, seelenlose Körper in bleicher Haut. Schwarzringaugen und Müdigkeitsmünder, wie klaffende Helligkeitsmäuler im gierigen Nichts. Dunkelheit frisst die schwankenden Gestalten. Weißer Dunst schwebt wie Rauch zwischen ihnen. Hohe Gräser wiegen sich am Wegesrand und irgendetwas tropft leise und bedrohlich. Alles riecht grau.

Im Haus hat ein Paar Sex. Er stößt sie gegen die Wand. Die Welt zuckt zusammen, die Pferde suchen das Weite, ihr Schrei zerreißt das Dunkel, aber nur kurz.

Meine Finger suchen deine. Blutige Fingernagelhalbmonde in deinem Fleisch. In der Finsternis bewegt sich etwas. Immer. Manchmal ist es nur Angst, manchmal ist es echt.

Flüchtest du oder hältst du inne?

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