040313

Das Muster der Bettdecke drückt sich in meine Haut. Fingerspuren hinterlassen vom Schlaf, der sich ankündigte und verspätete wie ein Mode-Zar und die Party trotzdem als letzter verließ.

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Die Nacht kommt zum Fenster rein gekrochen. Ein Bus fährt vorbei. Es ist dieses träge Rauschen von etwas Großem, das sich durch die Stadt bewegt und ganz kurz den Rand meiner Wahrnehmung streift, um existiert zu haben. Das Leben macht Geräusche, aber in mir ist es still. Ungewöhnlich. In anderen Nächten hat sich Gedanke mit Gefühl gestritten, hat mein Körper rebelliert gegen das Jetzt. Stattdessen ist es wie in Kriegsgebieten, die des Kämpfens müde wurden und den Frieden erwarten. Hier und da lugt eine Gestalt misstrauisch unter langen, fettigen Haaren hervor, um ihr schmutziges Gesicht zu zeigen, in dem der Unglaube darüber steht, dass die Wege ruhig sind, aber … Aber.

~

Das Knacken meiner Gelenke erinnert an peitschende Pistolenschüsse. Ein Splittern in den Knochen, ein Reißen in den Sehnen, in dem Sehnen, das zerreißt. „Ich will nicht fühlen.“, versuche ich zu erklären.

~

Und dann fühle ich doch.

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