270513

In letzter Zeit beobachte ich die Schatten ganz genau. Flimmerndes Schwarz auf Graustein und Kies; die Straße lebt und stirbt im selben Atemzug. Schleier über dem Gesicht, ein Lidschlag mehr oder weniger fällt kaum auf, solange die Lippen im Strichmund verharren und das Herz nur im Inneren schlägt.

Die Schwarzstraßenkasten müssten kalt sein, aber der Wind weht das Flimmern hinein und das Saumrascheln hinaus, vorbei an meinen bloßen Füßen; ich versuche, die Welt zu spüren, wenn ich schon mich verloren habe.

Herzschlag klingt zu hart für das Zittern und Flattern hinter den Knochen, das zu nassen Tintenflecken verschwimmt, die einmal Worte waren, ehe das Stumm kam und sie ertränkte.

Such in dem Aquarell, vielleicht findest du mich; ich bin keine Kunst, ich bin ohne Struktur.

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