250314

Lichtblitze, rechts und links,

nicht blinzeln, stillhalten. Rutschen Sie ein Stück nach vorne, nein, das Kinn runter. Ja, so ist es besser.

Ich gucke nach oben und unten, gucke ins Licht und durch die Linse, solange, bis ich das Fremdauge am anderen Ende erkennen kann. Braun mit Goldrand, Wimpernkränze schwarz wie Fingerfarbe. Mein Augenlid zuckt. Erst einmal, dann immer wieder. Ich kann Blickkontakt nicht leiden, finde es beinah unerträglich, wenn jemand nicht mehr weg sieht und konzentriere mich selbst am liebsten auf einen Punkt hinter einer Schulter, auf eine Haarsträhne oder ein Atmen; kurzum: alles sehe ich lieber an als Augen.

Nach der Untersuchung gibt es kein Bonbon, keinen Lolly, kein buntes Pflaster und keine Plastikspritze zum Spielen, dafür eine Rechnung über 20 Euro und eine Broschüre über Hydrogellinsen. Mir wird klar, dass ich gerne ein Bild meines Gehirns hätte. Und ein buntes Pflaster.

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2 Gedanken zu „250314

  1. Kernspin kann ich empfehlen. Da machen die einem gerne hinterher so eine CD und dann kann man sich seinen Quell aller verschrobener Gedanken in Ruhe daheim am PC anschauen.

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