150514

Fieber.
Alles fühlt sich falsch an; verdreht und verzerrt, während mir die seltsamsten Gedanken durch den Kopf spuken.

Die Decke pulsiert; über und auf mir Bewegung. Mein Herz ist in die Zehen gerutscht und lässt sie zucken. Wenn ich einatme, klingt es nach einem Strohhalm, der in ein längst leeres Glas ragt.

Unter der Decke schlagen meine Wimpern bei jedem Blinzeln gegen den Stoff und klingen wie näher kommende Schritte. Wimpernschritte auf Baumwolle, dazu Kältezittern und das Flimmern von Hitze hinter meinen Nasenflügeln.

Ich vermisse diese Abende im Garten, wenn Familie und Freunde nicht länger zu unterscheiden waren und wir zu fest gegen den Federball schlugen. Irgendwer musste immer mehr rennen und schwerer tragen, gefangen zwischen der schmalen Grenzlinie, die darüber entscheidet, ob man am Kindertisch oder bei den Erwachsenen sitzt.

Mein Kopf tut weh.

Meine Gedanken tun weh.

Alles ist wirr. Die Luft löst sich zu schwimmenden Eisbergen.

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